Schlagwort: Lex Salica

Rezension zu: Karl Ubl, Sinnstiftungen eines Rechtsbuchs. Die Lex Salica im Frankenreich

Rezension zu: Karl Ubl, Sinnstiftungen eines Rechtsbuchs. Die Lex Salica im Frankenreich

Aktuell ist bei “H-Soz-Kult” eine weitere Rezension zu Karl Ubls Studie “Sinnstiftungen eines Rechtsbuches. Die Lex Salica im Frankenreich” (2017) erschienen, in welcher auch die Bibliotheca legum kurz Erwähnung findet.

Ludolf Kuchenbuch: Rezension zu: Ubl, Karl: Sinnstiftungen eines Rechtsbuchs. Die Lex Salica im Frankenreich. Ostfildern 2017 , in: H-Soz-Kult, 14.11.2018, www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-28211.

 

Bereits erschienen sind weiterhin die Rezensionen von Caspar Ehlers und James T. Palmer.

Caspar Ehlers, Integration durch Recht, in: Rechtsgeschichte – Legal History Rg 26 (2018) 390-392, online: http://dx.doi.org/10.12946/rg26/390-392

James T. Palmer: Rezension zu: Sinnstiftungen eines Rechtsbuchs. Die Lex Salica im Frankenreich. By Karl Ubl. Ostfildern 2017, in: German History, Volume 36, Issue 2, 27 April 2018, Pages 271–272, https://doi.org/10.1093/gerhis/ghx126 (Zugriff beschränkt)

 

Lex Salica-Buch erschienen

Lex Salica-Buch erschienen

Die Bibliotheca legum entstand aus einem seit 2007 von der DFG finanzierten Projekt zur Aufarbeitung der Lex Salica Karolina. Was anfangs nur als eine Ergänzung der Bibliotheca capitularium Hubert Mordeks für die Lex Salica-Handschriften gedacht war, entwickelte sich durch die Mitarbeit von Daniela Schulz und Dominik Trump zu einem viel umfassenderen Webprojekt. Damit waren neue Grundlagen für mein Buchprojekt zur Lex Salica gelegt, an dem ich im Jahr 2007 zu arbeiten begann und das von dem Fortschritt der Bibliotheca legum viel profitiert hat. Im Juli 2017 ist mein Buch über “Sinnstiftungen eines Rechtsbuchs. Die Lex Salica im Frankenreich” im Thorbecke Verlag erschienen.

Bibel und Recht

Bibel und Recht

Vom 11.-13. Mai 2017 fand in Berlin eine von Gerda Heydemann organisierte Tagung statt zum Thema: The Politics of Interpretation: The Bible and the Formation of Legal Authority in Early Medieval Europe. In diesem Rahmen habe ich einen Vortrag zur Handschrift Paris, BN, lat. 10754 beigesteuert. Dieser Codex zeichnet sich dadurch aus, dass Rechtstexte (Lex Salica und Kapitularien) durch ein Florilegium aus vorwiegend biblischen Quellen ergänzt wurden. Aus dem Anlass des Vortrags gelang es mir, die vor Jahren in Tübingen vorbereitete Edition des Florilegiums weitgehend fertigzustellen. In Tübingen hat mich damals Andreas Öffner bei der Quellensuche und bei der Überprüfung der Transkription unterstützt. Einige Lesungen sind trotz Autopsie der Handschrift nicht abschließend geklärt und müssen noch einmal in Paris überprüft werden. Der Stand der Edition ist hier abrufbar.

Weitere Lex Salica-Handschriften aufgenommen

Weitere Lex Salica-Handschriften aufgenommen

Im Zuge unserer Recherchen konnten zwei weitere Lex Salica-Handschriften in die Datenbank aufgenommen werden. Das unsignierte Würzburger Fragment enthält zwei Titel der Karolina emendata Version. Die Handschrift New Haven, Beinecke Library 212 konnte als Codex Middlehill 3899 identifiziert werden, welcher in der Edition des Pactus Legis Salicae von Eckhardt als K 54 bezeichnet wird. Diese Zuordnung war bisher weitgehend unbekannt und lediglich in Gero Dolezaleks Manuscripta juridica gemacht worden.

Ad fontes – Die Bamberger Lex Salica-Handschriften

Ad fontes – Die Bamberger Lex Salica-Handschriften

Im Rahmen einer Exkursion zu süddeutschen Bibliotheken konnten die drei Bamberger Lex Salica-Handschriften Can. 12, Jur. 35 und (ad) Bibl. 30c vor Ort einer eingehenden Betrachtung unterzogen werden.

Dabei ist es erfolgreich gelungen, in Jur. 35 einen radierten Teil aus der Lex Salica (foll.5r und 5v oben) mit Hilfe einer Quarzlampe zu rekonstruieren. Die Reihenfolge der radierten Titel im Vergleich zur maßgeblichen Edition Eckhardts lautet wie folgt:

Download (PDF, 436KB)

 

Im Codex Can. 12 wurde nach dem XX. Titel von Hinkmar von Reims ebenso ein Teil radiert. Zwar war es nicht möglich, diesen zu identifizieren, doch kann mit einiger Sicherheit gesagt werden, dass es sich dabei nicht um den eigentlich nachfolgenden Titel (im Vergleich zur Edition) handelt.

“Neu”funde

“Neu”funde

Die Bibliotheca legum hat “Zuwachs” bekommen:

Im Zuge unserer Recherchen konnte zum einen ein Fragment der Lex Salica wiederentdeckt werden, welches sich in der Bamberger Staatsbibliothek befindet. Zum anderen wurde in der Handschrift Berlin, Staatsbibliothek – Preußischer Kulturbesitz, Savigny 1 ein Kapitular gefunden, das bei Mordek (1995) nicht behandelt wird. Beides ist in der Forschung bisher kaum bzw. gar nicht wahrgenommen worden. Nähere Informationen hierzu sollen bald folgen.

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