Technische Umsetzung

Die hier folgenden Anmerkungen zur technischen Umsetzung beziehen sich zum einen auf die Be- bzw. Verarbeitung der XML-Daten (A) selbst, zum anderen auf deren Präsentation auf der Webseite (B).

Vorbemerkungen:

Die zentrale Aufgabe der Handschriftendatenbank ist eine dauerhaft gut zugängliche und intutitiv benutzbare Oberfläche für die im Projekt gesammelten Informationen. Dabei richtet sich die Publikation einerseits natürlich an ein (interdisziplinäres) Fachpublikum, soll aber gleichzeitig auch interessierten Laien und der breiteren Öffentlichkeit einen Zugang zum Forschungsbereich ermöglichen. Ziel ist dabei vor allem, einfache und übersichtliche Zugänge zu Handschriftbeschreibungen zu gewährleisten, sowie weiterführende Informationen zum Thema zu bieten. Die Bibliotheca legum versteht sich damit als Arbeitsmittel für die (rechts-)historische Forschung und als Portal.

    1. XML

      Die ursprüngliche Datensammlung, die zunächst in Form einer MS Word-Tabelle stattgefunden hatte, wurde unter der Verwendung von Regulären Ausdrücken (RegEx) zunächst in XML überführt und dann händisch nachbearbeitet. Bei der Hierarchisierung und der Wahl der Elemente wurde darauf geachtet, dass diese den in Handschriftenbescheibungen nach TEI (P5) verwendeten schon möglichst nahe kommen sollten, um eine möglichst einfache Generierung zu gewährleisten.

      Die so entstandene Korpusdatei enthält alle gesammelten Daten und wird weiterhin mit Informationen aufgefüllt. Sie bildet die Grundlage für die einzelnen Beschreibungen und auch für die verschiedenen Übersichten bzw. Register.

      Die Handschriftenbeschreibungen werden, sobald Änderungen an der Korpusdatei vorgenommen wurden, dynamisch neu generiert, so dass diese immer den aktuellen Arbeitsstand wiedergeben. Diese Generierung findet mittels einer XSL-Transformation statt. Die Korpusdatei selbst bzw. deren Derivate werden, wie die Handschriftenbeschreibungen ebenfalls mittels XSL nach HTML transformiert, um die verschiedensten Ausgaben (z.B. die unterschiedlichen Übersichten und Browsingzugänge) zu ermöglichen.

      Auch die Auswertungen in Form von Graphen oder Karten, welche unter der Verwendung von Google Charts, Google Maps bzw. dem freien Geoinformationssystem QuantumGIS (QGIS) hergstellt werden, basieren auf den so gewonnen Daten.

      Zur Beschreibung der Handschriften, wurde zunächst ein TEI-Schema unter Verwendung des Roma Tools hergestellt, um diese validieren zu können. Dabei wurde neben den auf der TEI-Webseite enthaltenen Information zu den einzelnen Modulen bzw. Elementen auch die Dokumentation der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel herangezogen.

    2. Webseite

      Die Webpräsentation setzt auf der Plattform WordPress auf, einem kostenfreien Content Management System (CMS), welches aktuell in der Version 4.1 verfügbar ist. Die Verwendung dieses Frameworks erleichtert die Verwaltung der Webpräsenz und ermöglicht (teils schon generisch) verschiedene Funktionalitäten, die durch eine Vielzahl vorhandener Plugins erweitert werden können.

      Grundlegend für die Präsentation der Inhalte ist dabei das XSLT Processor Plugin, welches die Transformation der XML-Daten mittels XSL nach HTML in WordPress selbst vornimmt.

      Die Ansteuerung der einzelnen Inhalte ist neben den verschiedenen Browsingzugängen auch über eine Volltext bzw. eine facettierte Suche möglich. Eine Verbesserung gegenüber der normalen WordPress Suche stellt Relevanssi dar, ein leistungsstarkes Suchtool. Die verwendeten Suchalgorithmen sind mächtig und ermöglichen, die Suchergebnisse nach ihrer Relevanz geordnet darzustellen.

      Neben Kategorien und Schlagwörtern, die für die Einordnung von Blogposts verwendet werden, bietet WordPress mittels Taxonomien auch die Möglichkeit, die einzelnen Seiten nach eigenen Kriterien einzuordnen. Über diese Taxonomien wird eine facettierte Suche ermöglicht, die die Kombination von verschiedenen Kriterien erlaubt.