Lex Romana canonice compta

1. Einführungstext

Die Lex Romana canonice compta (oder: Capitula legis Romanae) ist nur in der Handschrift Paris, Bibliothèque Nationale, Lat. 12448 erhalten, die allerdings nicht das Original der Sammlung darstellt, das im letzten Viertel des 9. Jahrhunderts entstanden sein muss. Die Lex stammt aber sicher aus Oberitalien und vereinigt Exzerpte aus der Epitome Iuliani mit Appendix A, dem Codex Iustinianus (2.-8. Buch) und den Institutionen. Dazu kommen ein Kapitel aus dem Capitulare Olonnense ecclesiasticum primum von Lothar I. aus dem Jahr 825 und zwei Kapitel aus dem Edictum Theoderici. Die Lex Romana canonice compta sammelt schwerpunktmäßig Kirchenrecht, es findet sich aber auch Privat- und Strafrecht.

2. Edition

Carlo Guido Mor (Hrsg.), Lex Romana canonice compta (Pubblicazioni della R. Università di Pavia, Facoltá di giurisprudenza 31), Pavia 1927. (römischrechtliche Exzerpte)


3. Literaturempfehlungen (seit 2000)

  • Wolfgang Kaiser, Die Epitome Iuliani. Beiträge zum römischen Recht im frühen Mittelalter und zum byzantinischen Rechtsunterricht (Studien zur Europäischen Rechtsgeschichte. Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte Frankfurt am Main 175), Frankfurt a.M. 2004.

4. Weitere Ressourcen


5. Handschriften [1]

Paris, Bibliothèque Nationale, Lat. 12448