Kleinere Sammlungen

1. Einführungstext

Unter dieser Rubrik werden verschiedene kleinere Sammlungen weltlichen Rechts angeführt, die sich nicht zu den anderen leges zuordnen lassen. Es handelt sich hierbei um die Sacra privilegia concilii Vizaceni und um die Capitula Remedii.

Die Sacra privilegia concilii Vizaceni sind eine Sammlung von neun spätantiken Rechtstexten aus dem 6. Jahrhundert.

Die 12 capitula der Capitula Remedii gehen auf Bischof Remedius von Chur zurück und wurden um 800 von ihm redigiert. Sie sind vor allem strafrechtlichen Inhalts und nur in der Handschrift St. Gallen, Stiftsbibliothek, 722 überliefert.


2. Editionen

  • Elisabeth Meyer-Marthaler (Hrsg.), Die Rechtsquellen des Kantons Graubünden. Lex Romana Curiensis (Sammlung schweizerischer Rechtsquellen, Abteilung XV), Aarau 1959.
  • Wolfgang Kaiser, Authentizität und Geltung spätantiker Kaisergesetze. Studien zu den Sacra privilegia concilii Vizaceni (Münchener Beiträge zur Papyrusforschung und antiken Rechtsgeschichte 96), München 2007.

3. Literaturempfehlungen (seit 2000)

  • Wolfgang Kaiser, Authentizität und Geltung spätantiker Kaisergesetze. Studien zu den Sacra privilegia concilii Vizaceni (Münchener Beiträge zur Papyrusforschung und antiken Rechtsgeschichte 96), München 2007.
  • Reinhold Kaiser, Die Capitula Remedii: Veranlassung, Autorschaft und Geltungsgrund, Verbreitung und Wirkung, in: Heidi Eisenhut / Karin Fuchs / Martin Hannes Graf / Hannes Steiner (Hrsg.), Schrift, Schriftgebrauch und Textsorten im frühmittelalterlichen Churrätien. Vorträge des internationalen Kolloquiums vom 18. bis 20. Mai 2006 im Rätischen Museum in Chur, Basel 2008, S. 146-181.
  • Harald Siems, Recht in Rätien zur Zeit Karls des Großen. Ein Beitrag zu den Capitula Remedii, in: Hans Rudolf Sennhauser (Hrsg.) unter Mitarbeit von Katrin Roth-Rubi und Eckart Kühne, Wandel und Konstanz zwischen Bodensee und Lombardei zur Zeit Karls des Grossen. Kloster St. Johann in Müstair und Churrätien. Tagung 13.-16. Juni 2012 in Müstair (Veröffentlichungen der Stiftung für Forschung in Spätantike und Mittelalter), Zürich 2013, S. 199-238.

4. Weitere Ressourcen


5. Handschriften [4]